Sommerrückblick 2014
Dank des warmen Wetters und der geringen Schneelage konnte ich die Hütte bereits am Pfingst-wochenende, 7./8. Juni, in Betrieb nehmen. Wie seit vielen Jahren, half mir „Manu“ bei den Vorbereitungsarbeiten: Kamine und Holz Herd russen, Gas einrichten, Bieranlage saubermachen und Wasser einrichten. Bis das kostbare Wasser in der Hütte und am Brunnen plätscherte, mussten wir auch in diesem Jahr noch tüchtig Schnee schaufeln. Jeweils am zweiten Tag steht die Kontrolle des Verbindungsweges und der Brücke und das Montieren des Geländer Seiles in der „Ribichälä“ auf unserer Arbeitsliste. An der Brücke mussten wir zudem die verklemmten Hänger in die richtige Position bringen. Zum Glück stellten wir keine gravierenden Schäden fest, und so konnte der Weg bereits ab dem ersten Wochenende freigegeben werden. In der darauf folgenden Woche versorgten wir die Hütte mit Lebensmitteln und eine gründliche Reinigung wurde vorgenommen. Meine drei neuen Hüttenmitarbeiterinnen, Elke, Maria und Jasmin lernten dabei die Abläufe und die vielen Ecken der Salbithütte kennen. Trotz sehr schönem Frühsommer konnten wir bis Anfang Juli nur an den Wochenenden viele Besucher bei uns begrüssen. Leider wurde das Wetter ab Ferienbeginn zusehends unfreundlicher und die Sonne zeigte sich nur selten. Jasmins Nachbar erlitt Mitte Juli einen Herzinfarkt. Da sie neben gelernter Köchin auch Bäuerin ist, sprang sie kurzfristig für den Erkrankten ein. Auch zu dritt konnten wir die wenigen Leute gut versorgen. In der dritten Juli Woche kam Hoffnung auf Wetterbesserung, und die Hütte war voll belegt. Leider dauerte das schöne Wetter nur fünf Tage an. Es wollte einfach nicht richtig Sommer werden in den Bergen - dies leider bis zum Saisonschluss. An den seltenen Sonnentagen konnten die Wanderer den Verbindungsweg problemlos begehen, für die Kletterer war der Aufstieg zur Hütte zu lang für nur einen Schönwetter Klettertag.
Nichts desto trotz war das „Work+Climb“ Lager ein toller Erfolg. Geza und Eric mit 7 Teilnehmern des belgischen Alpenvereins sowie 6 Schweizer Jugendliche trafen am 20. Juli auf der Hütte ein. Während der nächsten zwei Tage hoben wir eine, vor meiner Zeit angelegte, Müllhalde aus. Was da alles zum Vorschein kam: Büchsen, Flaschen, ca. 100 kg Batterien und viel Undefinierbares. Zum Glück unterstützten uns auch vier Helfer der Sektion Lindenberg. Am dritten Tag war alles zum Abtransport bereit. Insgesamt 13 Tonnen. Ein Super Puma der Schweizer Armee flog das in Säcke verpackte Material ins Tal, von wo aus es per Lastwagen in die Entsorgung der Firma Baldini und der Kehrichtverbrennungsanlage Altdorf transportiert wurde. Herzlichen Dank an alle Beteiligten für den tollen Einsatz und das kameradschaftliche Zusammensein! Der Dreck wegen des Regenwetters und die klammen Finger haben euch nicht abschrecken können. Mir war das Beseitigen dieses Schandflecks ein grosses Anliegen.
Sehr dankbar sind wir, dass es dieses Jahr keine gravierenden Unfälle gab: einzig für eine ausgehängte Kniescheibe und Blessuren vom Abrutschen über ein Schneefeld mussten wir die Hilfe der Rega in Anspruch nehmen.
Herzlichen Dank an alle, die uns in irgendeiner Form unterstützt haben und den Weg zu uns auf die Salbithütte unter die Füsse genommen haben. Einen speziellen Dank geht an meine Familie und an das ganze Salbit Hütten Team für die tolle Zusammenarbeit. Ohne viele anpackende Hände könnte ich die Arbeit nicht bewältigen, und mir ist bewusst, dass viel Flexibilität erforderlich ist.
Nun hoffe ich auf beständigeres schönes Wetter im nächsten Sommer und freue mich auf die 32. Salbitsaison.
Euer
Hans Berger

Sommer 14
  Hüttenrückblick Sommer 2009
Bei sommerlichem Wetter konnten wir die Hüttensaison am 10. Juni eröffnen. Da die „Heinzelfrauen“ einen Tag früher zur Hütte aufgestiegen waren und schon alles „blitzblank“ sauber gemacht hatten, konnte ich mich voll auf die anderen jährlichen Einrichtungs-Arbeiten konzentrieren. Bereits am ersten Wochenende hatten wir ein volles Haus und meine Euphorie war fast grenzenlos. Leider behielt die Bauernregel recht die besagt, „wenn’s am Siebenschläfer (27. Juni) regnet, sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet“. Wohl gab es unter der Woche immer wieder schöne Tage, ab Freitag aber kehrte der Regen zurück. Am 1. August waren wir mit den Uebernachtungen auch ca. 400 im Minus. Ab August reihten sich dann traumhafte Tage aneinander und so können wir auf einen sehr guten Sommer zurückblicken.
Das Hauptthema für mich in diesem Sommer war „meine“ Salbitbrücke. Nachdem am 29. Januar 09 im Hotel Krone in Göschenen der Salbitbrücke Verein gegründet worden war, wo wir über 50 Personen willkommen heissen durften, stand dem offiziellen Sammeln des benötigten Geldes nichts mehr im Wege. In unserer Sektion Lindenberg gab es viele gute Ideen, wie wir die 200`000.- Franken möglichst bald beschaffen könnten. Da alles zügiger als erwartet voranging, konnten wir Anfang Juli der Firma „Esotec“ den Bauauftrag erteilen. Am Montag, 3. August, wurden von Heli Gotthard die Baustellen-Einrichtung und das Baumaterial an beide Brückenenden transportiert. Bereits nach zwei Stunden konnte man die Bohrer hämmern hören. Am Ende der ersten Bauwoche waren alle Verankerungen gesetzt und auch die Fundamente der beiden Pillongs waren bereit, um mit Beton gefüllt zu werden. Die vier Tragseile wurden am 24. August zu den Fundamenten geflogen und eingezogen. Eine auf den Millimeter genaue Arbeit des Helikopterpiloten und ein „Krampf“ für die Monteure. Am Freitag, 28. August um 15.45h konnte ich den ersten Fuss auf die andere Seite der „Stotzig Chälä“ setzen. Bis zum 11. September dauerten die Feinarbeiten dann noch: Ein-/Ausstiegspodeste montieren, Weg verbreitern und markieren. Schon während der Bauphase hatten wir einige Besucher und ab Mitte September wurden das Bauwerk und der Verbindungsweg rege bestaunt und begangen. Für mich bedeutet der Bau dieser Brücke die Erfüllung eines Traums. Es ist eine grosse Genugtuung und ich bin auch etwas stolz, dass es uns gelungen ist, diese Idee zu verwirklichen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die in irgendeiner Weise dazu beigetragen haben, dieses Projekt zu realisieren. Noch lange wird mir der aufgeregte Italiener aus Milano in Erinnerung bleiben, der mit der lauten Frage „dov`è il ponte?“ auf unsere Terrasse gestürmt kam- zufällig hatte er die Brücke im Internet gesehen und spontan einen Tagesausflug in die Schweiz unternommen.
Vor lauter Brücke will ich die Kletterer nicht vergessen: aus 23 Nationen kamen sie zu uns, um im Salbitgranit zu klettern. Speziell erwähnen möchte ich denjenigen, der den Westgrat im Alleingang in 2 1/4 Stunden bewältigt hat. Mir selber hat es für Begehung 51 und 52 gereicht. Wir sind sehr dankbar, dass wir dieses Jahr von Unfällen verschont blieben.
Tausend Dank meinem ganzen Team und allen Helfern!
Sommer 09
 

Hüttenrückblick Sommer 2007
Bei sommerlichen Temperaturen und wunderschönem Wetter eröffneten wir die Hütte am 14. Juni. Wie schon in allen vergangenen Jahren halfen fleissige Hände beim Frühlingsputz und bei allem was es braucht, damit man die ersten Gäste empfangen kann. Vielen Dank an Silvia, Margrit, Desi und Marcel. Schon am ersten Wochenende konnten wir viele Besucher begrüssen- Schnee am Berg gab es kaum noch. Die Vegetation war wegen des viel zu warmen Frühlings drei Wochen voraus und dies blieb den ganzen Sommer über so. Da in den letzten Jahren das Wasser jeweils Ende der Saison knapp wurde, hoben fleissige Männer der Sektion, hauptsächlich aus dem Vorstand, eine 3x3x3 Meter tiefe Grube aus, in der der zusätzliche Wassertank vergraben wurde. Wie schon in den letzten Jahren durften wir Mitte Juli wieder eine grosse Gruppe der französischen Armee bei uns beherbergen. Auch Bergführer Aspiranten unseres westlichen Nachbarn genossen einmal mehr die vielen Möglichkeiten unseres Gebietes. Unsere gute Seele Marcel hatte alle Hände voll zu tun und trotzdem auch immer ein offenes Ohr für die Anliegen unserer Kinder Aline und Jonas. Wie von Grosser Hand gesteuert kam an den Wochenenden fast immer schönes Wetter auf und so sind wir auch dieses Jahr mit den erreichten Übernachtungszahlen sehr zufrieden. Die drei wunderschönen Herbstwochen entschädigten uns für vieles und auch die Kletterer kamen nochmals auf ihre Rechnung.
Leider sind wir mit unserem Verbindungsweg Projekt zur Voralphütte noch nicht viel weiter gekommen. Es gibt eben doch viele Neider nur so ist es zu erklären, dass ein paar aus unserer Sektion und auch Mountain Wilderness auf die Bremse stehen wo sie nur können.
Wir sind sehr dankbar, dass es nur einen namhaften Unfall gegeben hat- sicher auch dank der vielen gut abgesicherten Wege und Routen.
Die Hütte liegt nun schon unter einer dicken Schneedecke und träumt vor sich hin. Alle die ihr einen Besuch abstatten: geht umsichtig mit ihr um, sie mag es, wenn sie sauber verlassen wird und die Besucher ihre Übernachtung und Getränkekonsumationen bezahlen!
Allen vielen Dank für die Besuche! Wir freuen uns auf die nächste Saison, meinen 25sten Hüttensommer!

Sommer 07
 

Zur Eröffnung
Nach einem milden Winter und einem sommerlichen April starten wir am 14. Juni 07 unsere 24. Hüttensaison. Wie immer hoffen wir auf viele sonnige Tage und auch, dass viele von euch den Weg zu unserer Sommerresidenz unter die Füsse nehmen werden. Unser Team für die kommenden Monate besteht aus: Marcel, meinem Stellvertreter wenn ich abwesend bin, Kami, unserem treuen Freund aus Nepal, Beatrice, unseren Kindern Aline und Jonas (sie werden noch kein Bier ausschenken und auch die Käseschnitte nicht servieren) dafür sonst für Stimmung und Unterhaltung sorgen.
Noch mehr werden wir versuchen, unsere Speisen aus Frischprodukten herzustellen. Unser Fleisch beziehen wir von der Metzgerei Forrer in Frauenfeld. Peter Forrer kauft die Tiere direkt bei den Bauern und verarbeitet keine ausländischen Produkte!
Ich freue mich sehr über all die bereits eingegangenen Reservationen: gleich in der zweiten Woche wird die Hütte von einer Schulklasse unsicher gemacht. Die 17 Schüler werden keine Zahlen „beigen“, dafür jeden Tag mit Pickel und Schaufel ausrücken. Ende Juli findet wieder ein „Work and Climb“ Lager statt und auch diese jungen Leute werden mit ihrem Arbeitseinsatz dazu beitragen, hier und da Verbesserungen anzubringen. Sehr stolz bin auf die Reservation einer grossen Gruppe der „Haute Gendarmerie francaise“. Dies ist ein Beweis, dass unser Gebiet weit über die Schweizergrenze hinaus beliebt und bekannt ist. Vom Ausbessern der verschiedenen Rundwege erhoffe ich, dass vermehrt auch Wanderer unsere eindrückliche Gegend kennenlernen und dass der schöne Weg über s`Bandlückli nach Wassen noch öfters begangen wird.
Für die Kletterer gibt es eine neue Traumroute die auf Wiederholer wartet: „Salbitissima“ ist eine Kletterei mit 15 Seillängen 6b obligatorisch, gut abgesichert. Wir konnten diesen neuen Anstieg im Bereich Plattenturm dank des guten Wetters im letzten Oktober einbohren (eröffnen) und ich bin mir sicher, dass diese Route vielen Freude bereiten wird!! (einen Jauchzer entlocken wird).
Falls dir für deine Traumtour der richtige Partner fehlt, so begleite ich dich gerne als Führer. Ich kenne die meisten Anstiege im Gebiet und kann in diesem Sommer meine 50. Überkletterung (Begehung)des Westgrates feiern.
Schon im dritten Sommer bieten wir die Kinderbetreuung an. Mütter und Väter, zeigt euren Sprösslingen die Berge und das Hüttenleben und wir schauen zu den Kleinen während ihr in den Klettergärten herumturnt und euch fit hält. Ab zwei Jahren, bitte voranmelden. Pro Stunde sfr. 5.-.
Das Sommermotto heisst: „Uf Salbit isch was los und mir si därbi“

Frühling 07
  Hüttenrückblick Sommer 2006
Immer noch beeindruckt und leicht abwesend machte ich mich am 10. Juni an die Hüttenvorbereitungsarbeiten. Während drei Wochen war ich mit zwei Freunden im Yosemite National Park (USA) geklettert und ein lange ersehnter Traum von einer „Big Wall“ ging für mich an der „Nose“ am berühmten „Capitan“ in Erfüllung.
Am 14. Juni 06, nachdem das Wetter sich zum Guten gewendet hatte, flog der Hubschrauber uns und einiges an Material für den Sommer auf die Hütte. Wiederum konnte ich auf die treue Hilfe von Silvia, Margrith und Thesi vertrauen, zudem halfen uns auch unsere treue Seele vom letzten Sommer, Corinne und Regula, meine diesjährige Stellvertreterin. Unsere beiden Kinder sorgten vom ersten Tag für viel Leben und Beatrice hatte alle Hände voll zu tun, die zwei mit der neuen Wohnsituation und Umgebung vertraut zu machen - wobei die grösste Gefahr für Jonas noch immer seine grössere Schwester war... Bei schon sommerlichem Wetter brachten wir die Hütte in 1 1/2 Tagen auf Hochglanz, schon am ersten Tag durften wir Gäste einquartieren. Die treue Mannschaft um Hans Schicker leistete auch in diesem Jahr gute Vorarbeit und so war ich froh, dass der Kamin nicht mehr gerusst werden musste, der Boiler schon voll war und das Gas auch schon funktionierte.
Bereits an den ersten Wochenenden hatten wir volles Haus und über die Mithilfe von Anita und Silvia war ich besonders froh. Anfang Juli traf dann auch Kami bei uns ein und nun konnte es richtig losgehen, weiss ich doch, dass wenn er zum Rechten schaut, nichts schief geht, auch wenn ich mal nicht anwesend bin. Bis Ende Juli blieb uns das Traumwetter treu und wir steuerten einem neuen Rekord Sommer entgegen. Nebst vielen Klettertouren am Salbit, war ich auch noch in der Höhe unterwegs: die Überschreitung von Alphubel, Täschhorn und Dom war ein Höhepunkt. Das zu warme Wetter hatte den Hochtouren arg zugesetzt und der ausgesetzte Grat auf den Dom versetzte mich teilweise in grosse Angst. Alles loses und sehr steiles Gelände und fast keine Möglichkeiten zum Sichern, so etwas möchte ich in Zukunft meiden!
In den vergangenen Jahren feierten wir den Nationalfeiertag im Regen; auch dieses Jahr war dies nicht anders. Leider beherrschte das Regenwetter dann auch die meiste Zeit des Monats. Die Wettervorhersagen waren dazu meistens zu pessimistisch und so verwunderte es uns nicht, dass wir einen Negativrekord in Kauf nehmen mussten: 92 Übernachtungen- das waren allzu wenig! Kami konnte sich in der Hütte nicht stillhalten und war jede freie Stunde am Hüttenweg Ausbessern; insgesamt 23 Tage rückte er aus. Das Resultat lässt sich sehen, nochmals setzten wir 66 Eichenbretter ein, an 6 Tagen half ich ihm dabei und Regula betätigte sich als „Wegverbreiterin“. Besonders ärgerlich war, dass uns jemand 10 Bretter, die am Parkplatz bereitlagen, entwendete. Zum Glück konnten wir auf die Hilfe der Sektion zählen, die sofort Ersatz besorgte. Martin Bucheli brachte uns die neuen Bretter, sodass wir ohne Unterbruch weiterarbeiten konnten. Viele unserer Besucher schätzten die Wegverbesserungen und wir erhielten viel Lob. Schön, dass in diesem Sommer vermehrt Familien und Wanderer auf der Hütte übernachteten und dass die Überschreitung Bandlückli, Grosssee, Wassen sich grosser Beliebtheit erfreute.Im September konnte ich mit Kami und Pedro, einem Arbeitskollegen von Beatrice, an einigen gefährlichen Stellen im Abstieg des Salbit Gipfels Stahlseilstücke montieren; schnell erhielten wir positives Echo, die Sicherheit konnte somit erhöht werden. Dank des schönen Herbstwetters fand ich noch Zeit, eine direkte Einstiegsseillänge zum Südgrat einzurichten: 5a, 7 Bohrzwischenhaken. Nun wird der Grat zwar noch um 50 Meter verlängert, die unangenehmen grasigen Meter zum alten Einstieg kann man somit jedoch umgehen. An 4 Wochenenden überkletterte ich mit Gästen den Westgrat: obwohl ich die Türme nun schon bald 50 Mal überschritten habe, macht mir diese Tour immer noch viel Spass. Vom 11.-13. Oktober richtete ich mit Kristina und Jonas eine neue Route, „Salbitissima“ 11 Seillängen 6a+ obl. am Plattenturm ein. Der Einstieg befindet sich auf dem Band rechts des Südgrat Einstieges. 7 Seillängen herrlichste Platten- und Verschneidungskletterei. Oberhalb der Südgrat Schlüsselstelle erreicht die Route den Grat. Drei teils spektakuläre Abseilstellen enden am höchsten Punkt des Grasgeländes direkt in der Falllinie des Plattenturms. Die folgenden 4 fast 50 Meter Längen zählen zum Besten, was der Salbit zu bieten hat. Insgesamt setzten wir in den drei Tagen gegen 90 Bohrhaken und 6 Abseilstände. Die Route wird sicher vielen Felsakrobaten grossen Spass bereiten und mir bestätigt diese neue Route, dass es auch in Zukunft Neuerungen geben wird/muss. Die Herbsttage verbrachten wir im engsten Familienkreis und mit nur noch wenigen Hüttengästen und uns blieb genügend Zeit, den Sommer noch würdig abzuschliessen und alles nochmals Revue passieren zu lassen.
Der verregnete August ist für mich schon in weite Ferne gerückt, viel präsenter sind mir die wertvollen Begegnungen und Freundschaften, die wir auch in diesem Jahr wieder erleben durften. Allen möchte ich für den Besuch auf der Hütte herzlich danken und freue mich schon auf die nächste Hüttensaison. Speziell freut mich die gute und zuverlässige Zusammenarbeit mit Zachi vom Regliberg; das Transportbähnli erspart uns viele Schweisstropfen und auch für die Gäste ist der Rucksacktransport ein Gewinn. Danke Zachi! Den vielen helfenden Händen sage ich ein „vergelt’s Gott“, ohne diese würde es an stürmischen Tagen nicht möglich sein, allen Besuchern gerecht zu werden!!
Sommer 06
     
  Zur Eröffnung
Am 14.Juni 06 sind wir in die 23. Hüttensaison gestartet. Lange mussten wir warten, bis die ersten aperen Flecken in der Schneedecke aufgetaucht sind und immer wieder hat es in den letzten Monaten bis weit ins Tal geschneit. Mit umso mehr Hoffnung auf viele sonnige und regenfreie Tage nehmen wir nun die kommenden 4 Monate in Angriff. Sicher werden viele von euch zu uns kommen, um an den „weltschönsten“ Granit-Routen zu klettern. Wer gewillt ist, etwas körperliche Anstrengung auf sich zu nehmen, wird auch an den ungeahnten Wanderungen viel Freude haben und eine ursprünglich wilde Landschaft entdecken.
Der SAC hat 2006 zum Jahr der Hütten ernannt. Bei uns sind folgende Events geplant:
14./15.Juli „Der Weg zur SAC Hütte ist auch ein Ziel“
Aufstieg von Wassen zum Höreli und über Grosssee, Bandlückli zur Salbithütte.
29./30. September, 1. Oktober „Wort und Klang auf Salbit“
Daniele Vivian erzählt Sagen aus der Innerschweiz, musikalische Begleitung durch Thomas Bachmann. Weitere Informationen sind bei uns in der Hütte erhältlich.
Die Kinderbetreuung, die wir im letzten Jahr ins Leben gerufen haben, führen wir auch in diesem Jahr weiter. Wir geben Eltern die Möglichkeit zu klettern und hüten ihren Sprössling; ab 2 Jahren, sfr 5.- pro Stunde. Voranmeldung erforderlich!
Also - nehmt den Hüttenweg unter die Füsse, wir freuen uns auf euren Besuch!
Da wir momentan noch keinen Email-Zugriff auf der Hütte haben, bitten wir um telefonische Anmeldung.
Das Hüttenteam
Frühling 06
     
 

Hüttenrückblick Sommer 2005
Viel zu schnell ist wiederum der Sommer vergangen. Mitte Juni öffneten wir die Hütte und auch in diesem Jahr waren fleissige Hände am Werk. Besonders danken möchte ich Silvia Gisler mit ihren Freundinnen für ihren tollen Einsatz. Wenn die ersten Tage mit dem vielen Einrichten und Putzen gut laufen, fällt mir jeweils ein grosser Stein vom Herzen. Beim Wasser Einrichten und Kettenweg Instandstellen, (Steinschlag hatte 20 Meter Kette zerstört) konnte ich auf die Unterstützung von Othmar, einem „Lindenbergler“, zählen. Schon in den ersten Tagen wurde meine Stellvertreterin Corinne Albani voll auf die Probe gestellt und sie meisterte alles mit Bravour. Danke, Corinne, für alles in diesem Sommer und für die Freundschaft. Die ersten und die letzten zwei Wochen waren wettermässig die besten. Besonders im August und September wünschten wir uns für die Wochenenden weniger Regen. Wir sind jedoch froh und dankbar, dass unser Gebiet von Unwettern verschont blieb und wir dachten oft an die schwer geprüften Menschen in den Krisenregionen, nicht nur in der Schweiz. Unsere Besucher waren wiederum international. Besonders viele Gäste aus Frankreich brachte uns der super Artikel in der Bergzeitschrift „MONTAGNE“ von Mario Colonell. Zwar hatten wir schon in früheren Jahren Gäste aus unserem westlichen Nachbarland, jedoch weiss ich, dass ein so toll aufgemachter Artikel für uns fast unbezahlbar ist: „ Merci bien, Mario!“ Natürlich erfüllt mich etwas Stolz, dass wiederum der französiche Bergführer Kurs und Gruppen von „Haute Montagne“ der Armee unser Gastrecht für mehrere Tage in Anspruch nahmen.
Schon in den vergangenen zwei Jahren besserten wir den Hüttenweg an mehreren Stellen aus. Diese Arbeiten konnten wir dank des schlechten Wetters in diesem Sommer fast beenden. Wir haben 333 Eichentritte und ca. 60 Steinstufen eingesetzt, die den Aufstieg zur Hütte, besonders denjenigen, die den steilen Weg verwünschen, erleichtern sollen. Im nächsten Sommer möchte ich mit Hilfe der Sektion den Weg an verschiedenen Stellen noch etwas verbreitern.
Am Übergang „Bandlückli“ und an den verschiedenen Wegen nach Wassen waren wie schon in den letzten Jahren Verbesserungen unverkennbar. Kobi Galgani heisst dieses „Heinzelmännchen“: herzlichen Dank, Kobi, und ich hoffe, dass dir der Urner Tourismus Verband bald „den goldenen Pickel“ oder „die goldene Schaufel“ verleiht!
Wie einige schon erfahren durften, muss der Rucksack nicht mehr von unten getragen werden. Das Regliberg-Bähnli läuft wieder wie geschmiert und dies zwischen 7 und 21.00 Uhr; eine echte Erleichterung für den Transport der schweren Kletterrucksäcke. Danke Zacharias, „Zachi“, für den super Service und die gute Zusammenarbeit.
Allzu gerne hätte ich im Einstiegscouloir zum Südgrat und an einigen Stellen im Abstieg vom Gipfel ein paar Meter Fixstahlseile montiert. Das unbeständige Wetter verunmöglichte mir jedoch diese Arbeiten und so werden sie auf den nächsten Sommer vertagt.
In der letzten Woche des Hüttensommers belebten 46 Konfirmanden aus Fraubrunnen mit ihren Begleitern die Hüttenumgebung. Sie sägten und hackten Holz für den nächsten Sommer und am alten Weg in die Schwendi wurde kräftig gearbeitet. Die Woche stand unter dem Motto „Geben und Nehmen“; so kletterte ich an drei halben Tagen mit einem Teil der Gruppe und die Besteigung des „Rorspitzlis“ war für viele ein Höhepunkt.
„Last but not least“ gilt mein Dank der Sektion Lindenberg und dem Hüttenchef Marc Käppeli. Wenn ich eine neue Idee oder sogar eine Vision habe, stosse ich immer auf offene Ohren. Ich weiss jedoch aus meiner langjährigen Erfahrung, dass es immer wieder Innovationen braucht, damit unser Gebiet nicht in Vergessenheit gerät. Nach dem Motto: wer stehen bleibt geht zurück!! Dank der guten und kameradschaftlichen Zusammenarbeit macht es mir auch nach 22 Jahren immer noch viel Freude, auf der Salbithütte zu wirken.
All die schönen Stunden hätte ich nicht verbringen können, wenn nicht ihr, liebe HüttenbesucherInnen uns die Treue halten würdet. Danke! Merci beaucoup! Grazie! Thank you! Alles Gute für den Winter und wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen im 2006.
Euer Hans Berger und das Hüttenteam

Sommer 05
     
  Liebe Gäste!
Nach einem tollen Start und zufriedenstellenden Wochen im Juli hat uns der August wettermässig nicht gerade verwöhnt. Wir durften viele uns bekannte Gesichter wieder auf der Hütte begrüssen. Die Reportage von Mario Colonel im „Montagne“ machte viele französisch sprechende Kletterer neugierig; besonders stolz sind wir über den Besuch von vier Bergführer-Aspiranten Klassen aus Chamonix, die unser Gebiet bereits das dritte Jahr in ihr Ausbildungsprogramm aufnahmen. Die starken Regenfälle vom 21./22. August haben bei uns keine Schäden verursacht und die Zufahrten ins Göscheneralptal sind über alle Routen möglich. Nachdem sich nun herausgestellt hat, dass bei der Route „Genesis“ nur bis zum Wandbuch, 13. Seillänge geklettert wird, haben Jonas und ich letzte Woche die 7 Abseilstellen mit Irniger Platten ausgerüstet. In den nächsten Tagen werden wir auch den Abstieg vom Gipfel nachmarkieren und an den heiklen Stellen versichern. Geplant ist im Aufstiegs-Couloir zum Südgrat, auf der rechten Seite ein fixes Stahlseil zu montieren, diese Arbeiten wollen wir noch vor dem 1. September 2005 ausführen. Herzliche Gratulation an Simon Jäkel aus Kelheim, er hat im Teamwork mit seinen drei Freunden alle Routen im Klettergarten Salbit, 21 Seillängen, in 10 Stunden durchstiegen, Bravo!
Wir hoffen nun auf gutes Wetter und sind voll motiviert, euch gut zu versorgen und euch ein paar unbeschwerte Tage zu ermöglichen.
Bis bald auf Salbit!
Hans und das Hüttenteam
Sommer 05
     
  Zur Eröffnung
Am 16. Juni ist es endlich soweit - wir öffnen die Hütte für die kommende Sommersaison! Unsere kleine Aline wird nun schon zwei Jahre alt und sie wird im Sommer
hauptsächlich durch Martina betreut. Vielleicht gibt es unter euch Lesern eine junge Familie, die trotz Nachwuchs nicht aufs Klettern verzichten möchte. Kurz, wir bieten Kinderbetreuung für Sprösslinge allen Alters an. Sicher können wir flexibel sein, benötigen jedoch von euch eine Anmeldung, damit wir uns organisieren können.
Preis pro Stunde sfr. 5.-, keine Zeitbeschränkung.
Frühling 05
     

 

Hüttenrückblick Sommer 2004
Nach einem herrlichen Reisemonat durch die Parks im Südwesten der USA, komme ich nun dazu, den Hüttensommer Revue passieren zu lassen.
Wegen sehr wechselhaftem Wetter öffneten wir die Hütte erst am 19. Juni, was eigentlich eher spät ist. Treue HelferInnen putzten alle Räume und selbst in der hintersten Ecke wurde der Winterstaub weggefegt, sodass wir nach zwei Tagen unsere ersten Gäste versorgen konnten. Das erste Wochenende wurde zu einem echten Prüfstein, alle Plätze waren belegt. Anita, meine Stellvertreterin meisterte den ersten Grossansturm auf s`Beste.
Dank des tollen Einsatzes der Sektionsleute konnten wir Mitte Juli einen Grossteil unserer neuen Wasserleitung verlegen und eingraben und ab August funktionierte dann unsere neue Wasserversorgung tadellos.
Dank der neuen zusätzlichen Absicherungen des Vorjahres wurden alle Kletterrouten eifrig begangen, besonders die Anstiege am Gemsplanggen verlieren langsam ihren Geheimtyp-Charakter; sie wurden häufig geklettert. Im Juli eröffneten B. und K. Müller mit Dani Arnold am Plattenturm eine Neutour mit dem Namen „Ruska“: 12 SL 6b, diese endet auf dem Südgrat. Im Juli durchkletterte Kurt Müller den Südgrat, „Niedermann“ und den „Villiger“ Pfeiler in nur 7 Stunden solo, bravo. Pascal Kröpfli und mir gelang am 10. September die Begehung der drei Grate, Süd-, West- und direkter Ostgrat, für die 73 Seillängen benötigten wir 17 Stunden. Sonst ist noch erwähnenswert, dass wir am Zwillingsturm im Bereich von „Licht und Schatten“ eine neue, direkte Abseilpiste eingerichtet haben, 9x 47 Meter. Der Wildlauenhöreli-Südgrat ist nun auch neu saniert und der Weg zum Einstieg markiert. Am Kettenweg habe ich in Richtung Westgrat Katzenaugen montiert, damit sich die Westgrat- Geher auch in der Dunkelheit zurechtfinden. Zusätzlich setzte ich im steilen Teil 20 Eisentritte.
Für die Wanderer konnten wir einige Verbesserungen vornehmen. Am Hüttenweg wechselten wir nochmals 70 Tritte aus. Das Eichenholz sollte die nächsten 35 Jahre überstehen... Dem verwachsenen Weglein zum Seeli unterhalb der Hütte hauchte ich neues Leben ein. Es lohnt sich nun für Tagesgäste, diesen Abstieg zu wählen und bei den Seeli ein paar Züge zu schwimmen oder einfach auch, um eine Variante zum Aufstieg zu haben. Der Rundweg stösst oberhalb des Bildstöcklis wieder auf den Hüttenweg. Auf dem Weg zum Kreuz, bei der grossen Steingand, zweigt das alte Weglein nach Schwendi ab. Während des diesjährigen „Work and Climb“ Lagers habe ich dieses total verwachsene Weglein ausgemäht und ausgebessert. Es besteht nun die Möglichkeit, über dieses nach Schwendi abzusteigen und dann den sehr guten Weg zurück zum Regliberg unter die Füsse zu nehmen. Somit haben die Wanderer, die das Kreuz besuchen, nun auch die Möglichkeit, auf direkterem Weg zum Regliberg zurückzukehren.
Bei der Hütte ist das neue „Rittiplampi“ nicht zu übersehen. Mit seiner Schwinghöhe von 4.8 Metern ist es nicht nur für unsere kleinen Hüttenbesucher ein magischer Anziehungsort!
Ich möchte allen, die mir bei den vielen Arbeiten geholfen haben herzlich Danke sagen, denn ich alleine könnte die vielen Aufgaben nicht bewältigen!!!
Für das neue Jahr wünsche ich allen Gesundheit, alles Gute und viele frohe Stunden!
Ich würde mich freuen, Euch im Sommer 2005 auf der Salbithütte wiederzusehen.
Der Hüttenwart Hans Berger

Sommer 04

     
  Einen Traum erfüllt!
Am 10. September habe ich mir einen lange ersehnten Traum erfüllt, die drei Grate am Salbit an einem Tag zu überklettern. Mit meinem Seilpartner, Pascal Kröpfli aus Schattdorf, startete ich um 3.15 Uhr bei der Salbithütte. Einstieg Südgrat 4.35 Uhr, Ankunft Salbitgipfel 7.10 Uhr, Abstieg zum Westgrat/Einstieg 9.15 Uhr, Gipfel an 15.40 Uhr, Abstieg/Einstieg direkter Ostgrat 17.15 Uhr, Ausstieg um 21.40 Uhr. Wir haben uns den Gang zum Gipfel erspart und sind glücklich und sehr müde um 23.20 Uhr bei der Hütte eingetroffen. Dies war das zweite Mal, dass diese Trilogie, 73 Seillängen, gemacht wurde.

Sommer 04